Ausschnitt Schild Reserviert am Kreuz

Reserviert

Kreuz mit Zettel "Reserviert"

Man kommt in die Kirche und ins Nachdenken. Da hat doch tatsächlich jemand einen Zettel an das Kreuz geklebt. Nicht „Dies ist der König der Juden“ sondern „Reserviert“, darunter noch ein Pfeil. Ich kann mir denken, woher der Zettel ist, am Sonntag war ein großes Konzert in der Kirche. Aber jetzt liegt der Zettel nicht mehr auf einem Stuhl sondern steht (oder hängt) in anderem Kontext.

Für wen ist der Platz am Kreuz reserviert? Wer will denn an das Kreuz? Freiwillig? So dass man sich sogar den Platz reserviert?

Das Schild regt zu vielen gemeinsamen Späßen und Witzen an, aber auch zu ebenso vielen ernsten Gedanken über Gott und mein Verhältnis zu Tod und Auferstehung. Und für beides ist Kirche doch da – oder ?

Jens Anders - Ev. Johannes Kirchengemeinde

Interview mit Jens Anders

Jens Anders - Ev. Johannes Kirchengemeinde

Jens Anders lebt seit 2013 mit seiner Katze in der Südstadt. Nach dem Umzug aus Essen hat er nach einer kurzen Orientierungszeit (St. Georg oder doch Johannes?) zu uns in den Gottesdienst gefunden und ist dort schnell aufgenommen worden. Lustigerweise war sein erster Besuch in der Johanneskirche ein Kindergottesdienst und wegen seiner Tochter konnte er das Kinder-Mut-Mach-Lied sofort mitsingen.

Seit 2016 ist er Presbyter. So wie es seine Arbeit und sein Studium (Theologie!) zulassen, hilft er vor allem bei Veranstaltungen, wirkt bei Gottesdiensten mit und ist für jeden ansprechbar, in der Kirche oder auch auf der Straße. Gerne auch per email (jens.anders@johannes.ruhr). Getroffen haben wir uns abends nach dem Feierabendgospel im Gemeindebüro und er war gern bereit, ein paar Fragen zu beantworten.

Wenn Du von unserer Gemeinde und Deiner Arbeit als Presbyter sprichst, worauf bist Du stolz?
Dass es in der Gemeinde gut funktioniert. Man merkt im täglichen Betrieb, dass man sich um einander kümmert, wenn es auch mal stressig ist. Auch wenn man schon mal an einander vorbei redet, läuft es insgesamt richtig gut.

„Von oben nach unten“ ist nicht angebracht

Was ist Dir wichtig an einer Gemeinde?
Zum einen denke ich, dass eine Hierarchie „Von oben nach unten“ in einer Kirchengemeinde nicht gut aufgehoben ist. Auch als Presbyter steht man nicht eine Stufe über den Leuten. Das finde ich, ist völlig unangebracht. Zum andern gibt es verschiedene Bedürfnisse in der Gemeinde, z.B. den Tanzkurs, bei der die Gemeinde Möglichkeiten schafft, dem entgegen zu kommen.

Was würdest Du mit einer Spende von 500 Euro für die Gemeinde machen?
Empfehlungen sind dabei immer auch ein Politikum, aber ich glaube ich würde mir das Spendenformular im Gemeindebrief nehmen und damit spenden. Da weiß ich, dass es gut ankommt, z.B. bei der Jugendarbeit.

Wenn der Tag 25 Stunden hätte, eine Extrastunde für Dich oder für andere, was würdest Du tun?
Wenn ich eine 25. Stunde Zeit hätte, dann würde ich den Pfarrer am liebsten bei seiner Seelsorge unterstützen: Besuchskreis, Krankenhausbesuche oder generell Geburtstags-Kaffeetrinken. Mich um die Menschen kümmern, die Bedarf haben, dass man sich um sie kümmert. Dass man ihnen nur mal ein offenes Ohr gibt. Dass man sich Zeit für sie nimmt.

Ökumene ist mir wichtig

Machst Du bei einer Gruppe oder einem Dienst mit?
Ich singe gern und bin beim Feierabendgospel dabei. Wir singen aber nicht nur Gospellieder, wir singen auch andere Stücke Lieder. Nicht klassische Kirchenlieder oder Volkslieder, sondern Lieder, die zeitgemäß sind. Das können englische Lieder sein, das können deutsche Lieder sein. In letzter Zeit haben wir uns etwas um Taizé-Lieder gekümmert, da wir überlegt haben, etwas beim Taizé-Gottesdienst beizutragen. Der Feierabend-Gospelchor ist auch eine gute Gemeinschaft in der Gemeinde. Jeder wird auch mit seinen Gesangsschwächen ernst genommen und gefördert. Und die Stimmung ist immer gut und ausgewogen.

Hattest Du ein besonderes Erlebnis in der Gemeinde, von dem Du erzählen willst?
Am Sonntagmorgen kommen in der Regel dieselben Besucher. Was ich in dieser Gemeinde beeindruckend finde, ist der Ewigkeitssonntag. Weil der Gottesdienst sehr gut besucht ist und man Leute trifft, die man sehr lange nicht gesehen hat. Es ist für mich beeindruckend zu sehen, dass auch die Gemeindeglieder, die selten den Gottesdienst besuchen, am Ewigkeitssonntag das Bedürfnis haben, sich mit ihrer Trauer an Gott zu wenden. Weil sie wissen, in der Kirche sind sie mit ihrer Trauer gut aufgehoben.

Willst Du jemandem aus der Gemeinde mal danken oder ein dickes Lob für großartige Arbeit sagen?
Silvia! Ich will sie herausheben als jemanden, der immer ansprechbar ist, jemand der sich kümmert, jemand zu dem man immer mit seinen Problemen kommen kann und wo man weiß, dass man mit seinem Problem gut aufgehoben ist und sie so gut wie möglich gelöst werden.

Band Feedback

Am Samstag spielt Feedback!

Im neuen Gemeindebrief steht es schon: Die in Hattingen und Umgebung für viele Menschen bekannte Band Feedback entstand aus der Jugendarbeit der Ev. Johannes-Kirchengemeinde. Und das bereits vor 30 Jahren. Weiterlesen

Pilze im Herbst

Ihr neuer Gemeindebrief ist da!

Draußen soll Herbst sein. Zumindest steht das im Kalender. Dabei scheint noch die Sonne und die Freibäder sind noch geöffnet. Das Wochenende verspricht Rekordtemperaturen für September. Weiterlesen

Konfis in Tönning 2003

Einmal Jugendarbeit, immer Jugendarbeit!

Drüben am Küchentisch sitzt meine Frau und sitzt an der Gestaltung des Gemeindebriefs. Ist also mal wieder so weit. Das gibt Nachtschichten, bis alles wieder in trockenen Tüchern ist. Ich habe ihr über die Schultern geschaut, und da war ein Text für die aktuelle Jugendarbeit der Kirchengemeinde in der Mache. Crejo heisst sie nun. Sehr schön zu sehen auch auf der Website. Davor kommt ein Artikel über 30 Jahre ehemalige Jugendband. 30 Jahre Jugendarbeit. Beim Lesen des Textes und Betrachten der Fotos kommen Erinnerungen hoch: Ich war selbst mal Teil der Jugendarbeit in Johannes. Weiterlesen

Eine Uhr vor blauem Himmel

Nur eine Sekunde

Wenn Sie diesen Satz zu Ende gelesen haben

… dann haben Sie schon überdurchschnittlich viel Zeit mit unserer Internet-Seite verbracht. Eine Sekunde. Mehr Zeit hat der moderne Surfer heutzutage nicht. Einmal kurz drüberschauen. Nur die Bilder und Überschriften, mehr geht nicht. Text sowieso nicht: „tl;dr“ war zu lang, habe ich nicht gelesen. Zuhören? Lesen? Nachdenken? Gar daraufhin handeln? Ist das mit den neuen Medien überhaupt möglich?

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Grubenlampe

Johannes und .ruhr

Ein kleiner Hinweis zur neuen Woche: Die Ev. Johannes-Kirchengemeinde hat sich aktiv für die neue Domain johannes.ruhr entschieden. Na klar, Hattingen liegt an der Ruhr und nicht nur in der Südstadt lässt sich das Pott-Dasein deutlich spüren. Bei jedem Schwatz an der Straße, beim Rewe oder im Kindernest: Wir sind von hier und sind das auch gerne. Weiterlesen

Tanzen im Gemeindehaus

Neue Anfänger Tanzgruppen im Gemeindehaus

Am Freitag den 8. April starten zwei neue Anfänger Tanzgruppen im Gemeindehaus. Die erste Gruppe beginnt um 17:30 Uhr und richtet sich an Personen die gern auch ohne Partner tanzen möchten. Sie sind Single, oder haben einen tanzfaulen Partner(in)
oder möchten mit ihrem Partner(in) ohne Tanzhaltung tanzen! Weiterlesen

Herzen Luftballons in der Altstadt von Hattingen

7 Wochen ohne… mich?!

Vorgestern kam meine Frau von einer Besprechung aus dem Gemeindehaus zurück. Es ging, wie es in regelmäßigen Abständen so passiert, um die Planung des neuen Gemeindebriefs. In dem Moment, als sie zurückkam, hielt ich einen zufällig auf dem Tisch liegenden Flyer zur regelmäßig stattfindenden Aktion „7 Wochen ohne“ in der Hand. Weiterlesen

Frau Holle auf dem Weihnachtsmarkt Hattingen

Hey Südstadt: Wo bleibt das Weihnachtsgefühl?

Also ich weiß ja nicht. Es ist Donnerstag, der 10. Dezember, kurz nach 9.00 Uhr. Ich sitze beim Bäcker in der Stadt, eine Tasse Kaffee steht vor mir. Das ist häufig so ein morgendlicher Gang. Die Kids ins Kindernest bringen, dann eine Tasse Kaffee trinken gehen. Den Rechner auf dem Schoß oder auf dem Tisch und den Tag planen. Der Vorteil eines Selbständigen. Noch mal kurze Erinnerung: Es ist mitten im Dezember. Am Sonntag ist dritter Advent. Weiterlesen