Interview mit Jens Anders

Jens Anders - Ev. Johannes Kirchengemeinde

Jens Anders lebt seit 2013 mit seiner Katze in der Südstadt. Nach dem Umzug aus Essen hat er nach einer kurzen Orientierungszeit (St. Georg oder doch Johannes?) zu uns in den Gottesdienst gefunden und ist dort schnell aufgenommen worden. Lustigerweise war sein erster Besuch in der Johanneskirche ein Kindergottesdienst und wegen seiner Tochter konnte er das Kinder-Mut-Mach-Lied sofort mitsingen.

Seit 2016 ist er Presbyter. So wie es seine Arbeit und sein Studium (Theologie!) zulassen, hilft er vor allem bei Veranstaltungen, wirkt bei Gottesdiensten mit und ist für jeden ansprechbar, in der Kirche oder auch auf der Straße. Gerne auch per email (jens.anders@johannes.ruhr). Getroffen haben wir uns abends nach dem Feierabendgospel im Gemeindebüro und er war gern bereit, ein paar Fragen zu beantworten.

Wenn Du von unserer Gemeinde und Deiner Arbeit als Presbyter sprichst, worauf bist Du stolz?
Dass es in der Gemeinde gut funktioniert. Man merkt im täglichen Betrieb, dass man sich um einander kümmert, wenn es auch mal stressig ist. Auch wenn man schon mal an einander vorbei redet, läuft es insgesamt richtig gut.

„Von oben nach unten“ ist nicht angebracht

Was ist Dir wichtig an einer Gemeinde?
Zum einen denke ich, dass eine Hierarchie „Von oben nach unten“ in einer Kirchengemeinde nicht gut aufgehoben ist. Auch als Presbyter steht man nicht eine Stufe über den Leuten. Das finde ich, ist völlig unangebracht. Zum andern gibt es verschiedene Bedürfnisse in der Gemeinde, z.B. den Tanzkurs, bei der die Gemeinde Möglichkeiten schafft, dem entgegen zu kommen.

Was würdest Du mit einer Spende von 500 Euro für die Gemeinde machen?
Empfehlungen sind dabei immer auch ein Politikum, aber ich glaube ich würde mir das Spendenformular im Gemeindebrief nehmen und damit spenden. Da weiß ich, dass es gut ankommt, z.B. bei der Jugendarbeit.

Wenn der Tag 25 Stunden hätte, eine Extrastunde für Dich oder für andere, was würdest Du tun?
Wenn ich eine 25. Stunde Zeit hätte, dann würde ich den Pfarrer am liebsten bei seiner Seelsorge unterstützen: Besuchskreis, Krankenhausbesuche oder generell Geburtstags-Kaffeetrinken. Mich um die Menschen kümmern, die Bedarf haben, dass man sich um sie kümmert. Dass man ihnen nur mal ein offenes Ohr gibt. Dass man sich Zeit für sie nimmt.

Ökumene ist mir wichtig

Machst Du bei einer Gruppe oder einem Dienst mit?
Ich singe gern und bin beim Feierabendgospel dabei. Wir singen aber nicht nur Gospellieder, wir singen auch andere Stücke Lieder. Nicht klassische Kirchenlieder oder Volkslieder, sondern Lieder, die zeitgemäß sind. Das können englische Lieder sein, das können deutsche Lieder sein. In letzter Zeit haben wir uns etwas um Taizé-Lieder gekümmert, da wir überlegt haben, etwas beim Taizé-Gottesdienst beizutragen. Der Feierabend-Gospelchor ist auch eine gute Gemeinschaft in der Gemeinde. Jeder wird auch mit seinen Gesangsschwächen ernst genommen und gefördert. Und die Stimmung ist immer gut und ausgewogen.

Hattest Du ein besonderes Erlebnis in der Gemeinde, von dem Du erzählen willst?
Am Sonntagmorgen kommen in der Regel dieselben Besucher. Was ich in dieser Gemeinde beeindruckend finde, ist der Ewigkeitssonntag. Weil der Gottesdienst sehr gut besucht ist und man Leute trifft, die man sehr lange nicht gesehen hat. Es ist für mich beeindruckend zu sehen, dass auch die Gemeindeglieder, die selten den Gottesdienst besuchen, am Ewigkeitssonntag das Bedürfnis haben, sich mit ihrer Trauer an Gott zu wenden. Weil sie wissen, in der Kirche sind sie mit ihrer Trauer gut aufgehoben.

Willst Du jemandem aus der Gemeinde mal danken oder ein dickes Lob für großartige Arbeit sagen?
Silvia! Ich will sie herausheben als jemanden, der immer ansprechbar ist, jemand der sich kümmert, jemand zu dem man immer mit seinen Problemen kommen kann und wo man weiß, dass man mit seinem Problem gut aufgehoben ist und sie so gut wie möglich gelöst werden.

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